
Schwimmwettkampf Dülken: Starke Leistungen beim 47. Internationalen Frühjahrsschwimmfest
22.03.2026Das Trainingslager Grevenbroich – genauer gesagt in Übach-Palenberg – stand unter einem klaren Motto: „Erst Treffer. Dann Tempo."
Kein leeres Versprechen, sondern das weit im Voraus zusammengestellte und tragende Konzept hinter einer Trainingswoche, die unsere Beasts beim Trainingslager in Übach-Palenberg auf ein neues Level gebracht hat. Technikarbeit auf hohem Niveau, ein innovatives Buddy-System, sportpsychologische Begleitung und am Ende: Bestzeiten für alle.
Was steckt hinter dem Begriff „Treffer"?
Wer das erste Mal von „Treffern" im Schwimmtraining hört, fragt sich vielleicht: Was ist damit gemeint?
Jeder Schwimmstil hat im Leistungsbereich seine eigene Bewegungsabfolge, mit genau definierten Anforderungen an Krafteinsatz, Körperhaltung und Wasserlage. An bestimmten Punkten dieser Abfolge muss eine exakt vorgegebene Körperhaltung bis ins Detail eingenommen werden. Man kann sich das vorstellen wie ein eingefrorenes Bild mitten in der Bewegung: Arm in dieser Position, Hüfte dort, Kopf genau so.
Dieser eingefrorene Punkt ist für den Trainer der Treffer. Ein klar definierter Moment, der „eingehalten" werden muss, damit die Bewegung effizient und kraftsparend wird. Jeder Schwimmstil hat davon beliebig viele. Und genau vorher definierte Treffer eines jeden Schwimmstils standen im Mittelpunkt der gesamten Trainingswoche.
Erst wenn die Treffer sitzen, macht Tempo Sinn. Daher: Erst Treffer. Dann Tempo!
Das Programm: Drei Wassereinheiten täglich
Pro Tag standen drei Wassereinheiten auf dem Plan, ergänzt durch jeweils drei Stabilitäts- und Vorbereitungseinheiten an Land. Das klingt nach viel und vom zeitlichen Pensum her war es das auch. Die körperliche Belastung war dabei jedoch bewusst moderat gehalten. Qualität stand klar vor Quantität. Dass der ein oder andere Muskelkater mit nach Hause reiste, gehört trotzdem einfach dazu.
Das Programm im Überblick:
3 Wassereinheiten täglich – Technikfokus in allen vier Schwimmstilen
3 Stabi-Einheiten zur Vorbereitung und Regeneration
Buddy-System in (fast) jeder Einheit
Abendliche Traumreisen zur mentalen Verankerung
100m Lagen MAX-Test mit anschließender Videoanalyse
Das Buddy-System – gemeinsam besser werden
Eine der spannendsten Neuerungen dieses Lagers: das Buddy-System. Jeweils zwei Beasts wurden zu einem festen Buddy-Team zusammengestellt. Ihre Aufgabe: sich gegenseitig beobachten und in fast jeder Einheit die vorgegebenen Treffer des Tages beurteilen.
Das klingt simpel, ist aber hocheffektiv. Wer einem anderen beim Schwimmen bewusst zuschaut und dabei konkrete Kriterien im Kopf hat, schärft gleichzeitig das eigene Körpergefühl. Die Beasts wurden so zu aktiven Beobachtern ihrer eigenen Bewegungen und die des jeweils anderen.
Der Trainer ist begeistert. Das Buddy-System hat in der Praxis so gut funktioniert, dass es ab sofort fester Bestandteil des regulären Trainings bleibt. Eine einfache Idee mit echter Wirkung.
Abends: Traumreisen
Wer dachte, nach drei Einheiten am Tag ist Schluss... weit gefehlt. Jeden Abend fanden sportpsychologisch geführte Traumreisen statt. Kein Hokuspokus, sondern eine gezielte Methode: Die Treffer des jeweiligen Tages wurden mental noch einmal durchlebt und verankert.
Das Gehirn unterscheidet kaum zwischen einer real ausgeführten und einer lebhaft vorgestellten Bewegung, ein Effekt, den der Leistungssport schon lange nutzt. Für die Beasts bedeutete das: Auch im Liegen haben sie weiter trainiert. Und das hat sich ausgezahlt.
Der Höhepunkt: 100m Lagen MAX-Test
Am Ende der Woche stand das große Finale: der 100m Lagen MAX-Test. Alle vier Schwimmstile, volle Distanz, voller Einsatz. Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin gab alles.
Die Läufe wurden vollständig per Video aufgezeichnet. Die detaillierte Analyse dieser Aufnahmen erfolgt im Nachgang, ein bewusster Schritt, denn angesichts des straffen Zeitplans vor Ort war eine direkte Besprechung nicht möglich. Die Auswertung wird aber kommen und wird ein wertvolles Werkzeug für die kommenden Trainingseinheiten sein.
Die Ergebnisse: Bestzeiten für alle
Das Fazit des Trainers ist eindeutig: Er ist sehr zufrieden. Nicht mit einzelnen Ausreißern, sondern mit der gesamten Gruppe. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben ihre persönlichen Bestzeit verbessert, viele davon überdurchschnittlich deutlich.
Das ist das Ergebnis einer Woche, in der nicht einfach Meter gemacht wurden, sondern echte Technikarbeit geleistet wurde. Treffer um Treffer. Stunde um Stunde.
Das Trainingslager gilt jetzt als Startpunkt für den gezielten Aufbau von Geschwindigkeit im regulären Training. Die technische Grundlage ist da, jetzt wird sie ausgebaut.
Ausflug Kerkrade & Werwölfe: Weil Gemeinschaft auch dazugehört
Ein Trainingslager ist mehr als Schwimmbahn und Stoppuhr. Der Ausflug zum Battle-Kart in Kerkrade war die perfekte Zwischenpause – und das Urteil der Beasts ist einhellig: Da müssen wir nochmal hin.
Abends sorgte Werwölfe von Düsterwald für strategische Spannung und herzliches Kombinieren, Diskutieren und Lachen. Beides, der Ausflug und das Spiel, haben die Gruppe enger zusammengebracht. Und genau das ist es, was ein gutes Team in Sinne des Trainers ausmacht: miteinander wachsen, nicht nur nebeneinander schwimmen.
Was kommt jetzt?
Die Treffer sitzen, die Bestzeiten sind da und das Buddy-System läuft weiter. Die kommenden regulären Trainingseinheiten werden aufbauen, was in Übach-Palenberg gelegt wurde.
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